Patientenaufklärung

 

Aufklärungsbögen sind das übliche Mittel zur Aufklärung des Patienten. Gleichwohl gilt es einiges hierbei zu beachten. Denn der Bogen dient der Dokumentation des eigentlich maßgeblichen persönlichen Gesprächs zwischen Arzt und Patient. Dessen Inhalt ist nach dem Gesetz entscheidend für die Aufklärung. Deswegen kann es weder durch online-Tutorials oder Delegierung an Praxispersonal ersetzt werden. Von besonderer Bedeutung ist es nach dem Patientenrechtegesetz, dass die Aufklärung in einer für den Patienten verständlicher Form geschieht. Diese wird regelmäßig nur durch eine mündliche Gesprächsführung sichergestellt werden können.

 

Der Bogen gibt formularmäßig den Inhalt des Gespräches wieder. Vergessen Sie nicht, ihn durch den Patienten unterschreiben zu lassen. Zu späteren Nachweiszwecken sollten dringend schriftliche Aufzeichnungen im Verlauf des Gesprächs ergänzt werden. Nutzen Sie, sofern dazu Anlass im konkreten Fall besteht, diese Aufzeichnung zum Hinweis auf alternative Behandlungen. Denn auch dazu ist der ärztliche Berufsträger gesetzlich verpflichtet. Schließlich sollte, so sieht das Gesetz nun ausdrücklich vor, dem Patienten eine Kopie ausgehändigt werden. Damit wird der Vorwurf präventiv beseitigt, es hätten zu irgendeinem späteren Zeitpunkt (ggfs. strafrechtlich relevante) Ergänzungen stattgefunden.