Regelungsbedürftige Punkte im Arbeitsvertrag mit der Arzthelferin

Auf jeden Fall sollte ein schriftlicher Arbeitsvertrag abgeschlossen werden (bei befristeten Arbeitsverträgen muss die Befristungsabrede sogar für ihre Wirksamkeit die Schriftform aufweisen, § 14 Abs 4 TzBfG).

 

Der Vertrag sollte die wesentlichen Inhalte des Arbeitsverhältnisses festgehalten. Der Arbeitgeber muss nach dem Nachweisgesetz, dem Arbeitnehmer ohnehin spätestens einen Monat nach dem vereinbarten Beginn des Arbeitsverhältnisses einen schriftlichen Nachweis bestimmter, im Gesetz genannter Arbeitsvertragsbedingungen übergeben.

 

Dies sind (§ 2 I 2 NachwG): 

 

1. der Name und die Anschrift der Vertragsparteien,

2. der Zeitpunkt des Beginns des Arbeitsverhältnisses,

3. bei befristeten Arbeitsverhältnissen: die vorhersehbare Dauer des Arbeitsverhältnisses,

4. der Arbeitsort oder, falls der Arbeitnehmer nicht nur an einem bestimmten Arbeitsort tätig sein soll, ein Hinweis darauf, daß der Arbeitnehmer an verschiedenen Orten beschäftigt werden kann,

5. eine kurze Charakterisierung oder Beschreibung der vom Arbeitnehmer zu leistenden Tätigkeit,

6. die Zusammensetzung und die Höhe des Arbeitsentgelts einschließlich der Zuschläge, der Zulagen, Prämien und Sonderzahlungen sowie anderer Bestandteile des Arbeitsentgelts und deren Fälligkeit,

7. die vereinbarte Arbeitszeit,

8. die Dauer des jährlichen Erholungsurlaubs,

9. die Fristen für die Kündigung des Arbeitsverhältnisses,

10. ein in allgemeiner Form gehaltener Hinweis auf die Tarifverträge, Betriebs- oder Dienstvereinbarungen, die auf das Arbeitsverhältnis anzuwenden sind.

  

Dr. Martin Dimieff, Rechtsanwalt (Rostock)