Befristung von Arbeitsverträgen

Der niedergelassene Arzt als Arbeitgeber sollte immer daran denken, dass die Möglichkeit einer Befristung von Arbeitsverträgen besteht.

 

Ohne einen sachlichen Grund (z.B. Schwangerschaftsvertretung) kann bei Neueinstellungen grundsätzlich für eine Dauer von bis zwei Jahren befristet werden. 

 

Bei einer Praxisneugründung ist die kalendermäßige Befristung ohne Vorliegen eines sachlichen Grundes „bis zur Dauer von vier Jahren“ zulässig ist (§ 14 Abs 2a TzBfG), wobei — anders als im Normalfall — die Anzahl der zulässigen Verlängerungen nicht beschränkt ist. Umstritten ist jedoch, ob dies auch für Betriebsübernahmen (§ 613a BGB) — also Praxisfortführungen durch Existenzgründer — gilt.

 

Abgesehen von dem einfachsten Grundfall (ein gänzlich neuer Mitarbeiter wird eingestellt) gibt es im Recht der Befristung eine Reihe von Fallstricken, die zur Unwirksamkeit der Befristung führen können. Hier ist also besondere Sorgfalt angeraten.

  

Dr. Martin Dimieff, Rechtsanwalt (Rostock)